Brennereitechnik

Alle durch unsere Firma gelieferten Apparate werden in unserem Herstellerwerk in Weselberg geplant, ausgelegt, gefertigt und vor der Auslieferung einer Qualitätskontrolle unterzogen.

Die Auslegung des Verfahrens erfolgt ebenfalls in unserem Unternehmen.

Dafür sorgen unsere Ingenieure, Verfahrensingenieure, Techniker und Zeichner mit modernsten Hilfsmitteln wie CAD und 3D-Simulations-Software.

Schmitt-Anlagen zeichnen sich durch eine flexible Verarbeitung aller Inputstoffe aus und gewährleisten so einen auf Dauer zuverlässigen Betrieb.

Die Inbetriebnahmen durch unsere Ingenieure und Techniker erfolgen, bedingt durch unsere langjährigen Erfahrungen in der Brennereitechnik, innerhalb kürzester Zeit.

Bevor man jedoch von Verfahrenstechniken, Kennwerten und Inbetriebnahme spricht, so gilt es zunächst folgende Frage zu beantworten:

Womit „brennt“ man eigentlich?

Anlagen von uns eignen sich hervorragend zur Verarbeitung einer großen Auswahl an Ausgangsstoffen.

Stärkehaltige Rohstoffe erfordern zunächst eine Vorzerkleinerung und eine anschließenden Stärkehydrolyse mit nachfolgender Verzuckerung.

Die Verarbeitung von Melasse und zuckerhaltigen Säften hingegen bedarf keiner Vorzerkleinerung.

Die Verarbeitung von cellulosehaltigen Rohstoffen ist technisch sehr aufwändig und noch nicht vollständig ausgereift. Der Unterschied zu herkömmlichen Rohstoffen der ersten Generation ist hier die schwierige und teure Hydrolyse der Zellmaterialien.

Destillation und Rektifikation erfolgen allerdings auf gleichem Weg wie bei den Rohstoffen der ersten Generation, beide Anlagentypen unterscheiden sich nur geringfügig.

Anlagenkomponenten am Beispiel einer Basisanlage für stärkehaltige Rohstoffe

Rohstoffannahme und Rohstofflagerung:

Die Rohstoffe sollten zunächst einer Qualitätskontrolle unterzogen werden, bevor diese eingelagert werden. Die Mengenerfassung erfolgt vor dem Einlagern. Die Entladung und der Weitertransport des Rohstoffs geschieht angepasst an die verwendete Rohstoffart und entsprechend dem verwendeten Transportmittel (LKW oder Güterwaggon).

Rohstoffreinigung:

Der Rohstoffzerkleinerung sollte eine dem Rohstoff angepasste Vorreinigung vorgeschaltet sein. Einerseits, um die nachfolgenden Geräte und Apparate wirksam vor Verschleiß zu schützen. Andererseits um Schädlinge und Schadstoffe abzuscheiden, welche die Fermentation stören und zur Bildung von Nebenprodukten in der zu vergärenden Maische führen.

Je neutraler das Endprodukt sein soll desto, wichtiger ist eine effiziente Reinigungsstufe.

Rohstoffzerkleinerung:

Die Zerkleinerung der stärkehaltigen Rohstoffe erfolgt im Nassmahlprozess. Das Anmaischwasser wird bereits bei der Mühle zugesetzt. Die optimale Vermischung von Stärkemehl und Wasser zu Maische erfolgt bereits auf dem Weg zur Maischeanlage. Das Verhältnis Stärke zu Wasser wird hier optimal eingestellt.

Je nach Kundenwunsch kann die Steuerung teilautomatisch bis zu vollautomatisch ausgeführt werden.

Maischung (Stärkeverflüssigung):

Mit dem bewährten energieeffizienten Schmitt – Maischesystem lassen sich alle Inputstoffe verarbeiten. Unterschiede gibt es nur bei der Rohstoffzerkleinerung und dem Vermischen mit Wasser. Der Stärkeaufschluss erfolgt drucklos und kontinuierlich. Die zur Beheizung erforderliche Energie wird durch Wärmeintegration wieder zurückgewonnen.

Die Maischung kann auch den Wünschen des Kunden angepasst werden, wenn z.B. ein bestimmtes Maischeverfahren vorgeschrieben ist, z.B. bei der Herstellung von Malzmaische für die Whiskyproduktion.

Hefezüchtung:

Um eine an die Brennerei und an den Rohstoff angepasste Hefe zu erhalten, kann man diese direkt in der Brennerei züchten. Gestartet wird die Hefezüchtung mit einer Reinzuchthefe, welche für den Einsatz in der Brennerei optimiert wurde. Die Hefevermehrung erfolgt in speziell dafür vorgesehenen Hefetanks. Wichtig ist es hier, Infektionen in der Maische zu vermeiden, weshalb auf eine saubere Arbeitsweise geachtet werden muss. Die Reinigung erfolgt mit einer Reinigungslösung und Dampf.

Die Reinzuchthefe wird einer frischen Maische zugemischt und vermehrt sich begünstigt durch die optimalen Wachstumsbedingungen im Hefetank. Die fertige Hefemaische wird dann der Süßmaische im Gärtank beigemischt. Ein Teil der Hefe wird für den nächsten Hefeansatz wiederverwendet.

Fermentation:

Die Fermentation erfolgt in den Gärtanks. Da die Gärverläufe sich je nach Rohstoffart unterscheiden können, muss das Gärvolumen den verwendeten Rohstoffen angepasst werden.

Um die verschiedenen Rohstoffarten flexibel und ohne Verluste zu vergären, verwenden wir ausschließlich die diskontinuierliche Vergärung.

Auch hier muss auf eine saubere Arbeitsweise geachtet werden, um so Verluste zu vermeiden.

Destillation und Rektifikation:

Die Bauart der Anlagen variiert je nach gewünschtem Endprodukt, der erforderlichen Produktreinheit und der zu Verfügung stehenden Energie.

Eine unserer Anlagen als Beispiel. Sehen Sie sich außerdem noch eine Auswahl möglicher Bauarten und Endprodukte an.

Neutralalkohol zur Verwendung als:

  • Trinkalkohol aus Feinspritbrennereien
  • Pharma-Alkohol für medizinische Zwecke
  • Weitere technische Einsatzgebiete

 

Mehr über Anlagen zur Erzeugung von Neutralalkohol >>

Aromatische Destillate aus:

  • Obst / Früchten
  • Beeren
  • Getreide
  • Zuckerhaltigen Säften
  • Zuckerrohr
  • Mazeraten

Mehr über Aromadestillation >>


Bioethanol aus Rohstoffen der ersten und zweiten Generation.

Die Aufkonzentrierung erfolgt mittels:

  • Molekularsiebanlagen
  • Membrananlagen

Mehr zum Thema Bioethanol >>